Der Jugend-Oscar geht nach Hollenstedt und Moisburg PDF Drucken E-Mail
Freitag, 21. Dezember 2007

In Berlin sind am 28. November die Jugendfeuerwehren Hollenstedt und Moisburg mit dem diesjährigen Heinz-Westphal-Preis thumb_20071221kjfwl.jpgausgezeichnet worden. Mit großem Einsatz haben die Jugendlichen unter anderem den Staersbach bei Moisburg und den Perlbach bei Hollenstedt wieder in Gewässer verwandelt, in denen Wassertiere sich wohl fühlen – und gewannen dafür den H-W-P-Ehrenpreis.


Mit dem H|W|P zeichnet der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte aus, in denen in herausragender Weise ehrenamtliches Engagement unterstützt und gefördert wird.
 
„Die jungen Feuerwehrleute gehen mit offenen Augen durch ihre Umwelt. Sie haben bemerkt, dass es den Flüssen nicht gut geht. Und dann haben sie die Ärmel hochgekrempelt und  gehandelt“, lobte Detlef Raabe, Vorsitzender des DBJR, das ehrenamtliche Projekt.
 
Gemeinsam mit Ute Theisen, stellvertretende Vorsitzende des DBJR und Vorsitzende der diesjährigen H-W-P-Jury, übergab Raabe den SchülerInnen dafür den Ehrenpreis.
Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjugendministerium, zeigte sich bei der Preisverleihung beeindruckt vom Einsatz der jungen Ehrenamtler – und betonte die Bedeutung ihres Engagements. „Unsere Demokratie, die Wirtschaft, unser kulturelles und gesellschaftliches Leben beruhen auf der Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren.
Sie können nur durch die Mitwirkung der Bürger funktionieren“, so der Staatssekretär. Politik und Staat könnten dabei nicht allein sämtliche Herausforderungen bewältigen. Alle gesellschaftlichen Gruppen seien  aufgefordert, daran mitzuwirken. Kues betonte, dass derjenige, der sich engagiere, Verantwortung übernehme und solidarisch handle. „Und Anerkennung ist die beste Motivation. Daher ist der Heinz|Westphal|Preis so wichtig: Mit ihm zeigen wir die große Vielfalt, Qualität und Intensität freiwillig geleisteter Jugendarbeit", sagte Kues.
 
Der H-W-P wird seit 2000 vom Deutschen Bundesjugendring gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben. Alle zwei Jahre werden Projekte mit dem „Jugend-Oscar“ ausgezeichnet, in denen sich Jugendliche in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren. Der Preis geht auf Heinz Westphal, den Mitbegründer des Deutschen Bundesjugendrings zurück, der auch Mitglied der Bundesregierung und Vizepräsident des Deutschen Bundestages war.
 
Bis zu seinem Tod 1998 setzte sich Westphal für eine bessere und gerechtere Jugendpolitik ein.

Text und Foto: Ute Czaschke
 
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